Top 10: Das sind Berlins beste Biergärten 2019

Die Berliner Biergärten locken wieder viele Hauptstädter und Touristen ins Grüne. Ob mitten in der City oder idyllisch am Wasser – in Berlin findet jeder sein Plätzchen.

1Das Café am Neuen See – Biergarten in der City

 

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Das „Café am Neuen See“ im Tiergarten besitzt einen der schönsten Biergärten Berlins. Paddelboot fahren kann man dort auch oder den Verliebten und Familien dabei zusehen. Im Berliner Tiergarten unter hohen Bäumen liegt das „Café am Neuen See“. Es bietet einen der schönsten Biergarten Berlins und ein Restaurant.

Die Paddelboote am Neuen See erhöhen den Reiz der Atmosphäre, denn es macht Spaß zuzuschauen, wenn Verliebte eine romantische Bootsfahrt unternehmen, aber gar nicht rudern können und über sich lachen müssen oder Kinder ihren verdutzten Vätern davon paddeln.

Im Winter sind dort manchmal Eisläufer zu sehen, während man selbst im warmen Restaurant spät frühstückt oder italienisch isst.

Der große Biergarten ist beliebt

In dem großen und trotzdem beschaulichen Biergarten gibt es vom Leberkäse mit Kartoffelsalat, Brezeln und anderen bayerische Spezialitäten über Pizza bis hin zu Kuchen und selbstverständlich frisch gezapftes Bier. Es ist Selbstbedienung. Ein halber Liter Bier kostet 3,90 Euro, Softgetränke zwischen 2,60 und 3,50 Euro, das Essen zwischen 3 und 10 Euro.

Frühstück bis Lammfilet im Café am Neuen See

An den Biergarten grenzt unmittelbar das Restaurant an, im Sommer sind viele Tische außen gedeckt. Es erinnert an eine Gesellschaft, die sich zur vornehmen Landpartie getroffen hat im Gegensatz zum Treiben im rustikaleren Biergarten. Frühstücksetagere für zwei Personen, Schokomüsli und kleines Vitalfrühstück (3,90-29 Euro) stehen auf der Karte, ebenso Steinofenpizza, Suppen, Salate, Pasta und auch Lammfilet  (7,50-24,50 Euro).  Die Kellner sind nicht die schnellsten.

Das „Café am Neuen See“, wo es auch einen Sandkasten zum Spielen gibt,  befindet sich in der Nähe der Spanischen Botschaft und der Nordischen Botschaften, am besten zu erreichen mit den Buslinien 100 und 200.  Diese Linien sollten sich Touristen ohnehin merken, weil an ihrer Strecke vom Bahnhof Zoo bis zum Alexanderplatz viele Sehenswürdigkeiten liegen.

Café am Neuen See, Lichtensteinallee 2, 10787 Berlin,
Tel. 030/2544930, www.cafeamneuensee.de

2Die idyllische Fischerhütte am Schlachtensee

 

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Die Fischerhütte ist Biergarten und Seeterrasse in einem. Man sitzt etwas oberhalb des Schlachtensees an Holztischen, bedient sich selbst und hat einen schönen Blick auf den See. Wenn es regnet, ist das Restaurant eine gute Alternative.

Nach einem Spaziergang um einen der schönsten Seen Berlins, den Schlachtensee, kann man in der Fischerhütte unter schattigen Bäumen den Ausblick und ein Glas Wein oder Bier geniessen. Im Südwesten Berlins, im Bezirk Steglitz-Zehlendorf findet man einen der größten und schönsten Seen Berlins – den Schlachtensee. Sein Umfang beträgt 5,5 Kilometer, er hat eine Fläche von 412.000 qm und misst an seiner tiefsten Stelle fast neun Meter. Der schlauchförmige See bildet die südliche Spitze der Grunewaldseenkette, bestehend aus Nikolassee, Krumme Lanke, Grunewaldsee, Hundekehlesee, Dianasee, Koenigssee, Halensee und Lietzensee, die alle miteinander durch das sogenannte Fenn verbunden sind. Der Schlachtensee ist bei den Berlinern besonders als nahes Ausflugsziel beliebt – im Sommer dank seiner guten Wasserqualität als Badesee, im Winter auch schon mal als riesige Auslauffläche für Schlittschuhläufer und Eishockey-Spieler.

Schlachtensee – Paradies für Jogger und Spaziergänger

Da der fast sechs Kilometer lange durchgängige Uferweg besonders bei den Joggern sehr beliebt ist, sollte man sich nicht wundern, wenn es auf dem teilweise schmalen Weg gerade an den Wochenenden etwas eng werden könnte. Aber man kann dann auch gut auf die höher gelegenen Waldwege auf der nordwestlichen Seite ausweichen. Sehen und gesehen werden – Spaziergänger, Naturbeobachter, Hundeausführer, Radfahrer und Sportbegeisterte teilen sich dann mit gewohnter Berliner Gelassenheit einen der schönsten See-Rundwege der Stadt.

Gute Verbindung mit der Innenstadt durch die S-Bahn

Der See ist von drei Seiten sehr gut mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: vom Süd-Osten her grenzt direkt der S-Bahnhof Schlachtensee mit dem „Paul-Ernst-Park“ an das Areal, ein steiler Hang führt zum See hinunter, im Sommer eine sehr beliebte Liegewiese und Badestelle. Wo sonst kann man quasi von der S-Bahn direkt ins Wasser laufen?! Läuft man weiter linkerhand gelangt man nach kurzer Strecke an einen Bootsverleih, der im Sommer stundenweise Ruderboote verleiht. Falls man an der Süd-Spitze schon den See verlassen möchte, geht man „An der Rehwiese“ entlang und rechts in die Normannenstraße direkt zum S-Bahnhof Nikolassee, die schnellste Verbindung zurück in die Innenstadt.

Schlachtensee auch ein Paradies für Wasservögel und Welse

Doch ein weiterer Spaziergang entlang des Sees auf der Westseite lohnt sich, besonders wenn gegen Abend die Sonne langsam den gesamten See in rot-goldenes Licht taucht. Neben zahlreichen Fischarten wird der See auch von zahlreichen Wasservögeln bewohnt, die man sehr gut beobachten kann, da viele Uferabschnitte als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Apropos Tiere: Es hält sich hartnäckig das Berliner Gerücht, dass es im See wohl die ältesten und größten Welse geben soll, die wohl auch schon die eine oder andere Ente vom Uferrand geholt haben. Sogar ein Dackel soll schon daran geglaubt haben. Einzelne wirklich sehr große Wels-Exemplare wurden sogar gefischt. Nun gut – einen besonderen magischen Charme kann man dem See tatsächlich nicht absprechen.

Lohnender Abschluss – ein Besuch in der Fischerhütte

Die nordwestliche Uferseite verjüngt sich nach circa drei Kilometern zum schmalen Nordufer. Hier kann man direkt über die Fischerhüttenstraße hinunter zum U-Bahnhof Krumme Lanke laufen. Wenn man sich für den Spaziergang jedoch „belohnen“ möchte, sollte man unbedingt vorher einen Halt in der ehemaligen Alten Fischerhütte machen, die seit 2005 mit dem Betreiber Josef Laggner als „Fischerhütte am Schlachtensee“ mit Restaurant, Weinhandlung, Sonnenterasse und Biergarten direkt am See solide, gute, saisonale, alpenländische und bayerische Küche in urigem Ambiente bietet.

Der Alte Fritz machte hier schon Halt

Die Fischerhütte wurde um das Jahr 1760 herum errichtet – als Unterkunft und Hütte für die Fischer am See. Friedrich der Große legte hier des Öfteren einen Zwischenstopp auf seinen Kutschfahrten zwischen Potsdam und Berlin ein, um sich im Rasthaus zu stärken. Die Fischerhütte besteht im Detail aus der denkmalgeschützten alten Fischerhütte, einer sehr gut sortierten Weinhandlung, einer Bar mit Kamin, einer Sonnenterasse, einem Biergarten und dem Festsaal. Erweitert wurde das Areal um einen Kinderspielplatz und einen kleinen Privatstrand. Schon am Vormittag ab 9.00 Uhr kann man sich z. B. bei schönem Wetter nach bayerischer Art mit einer riesigen Brezel, Weißwurst und Weißbier im Biergarten stärken oder lieber zu Apfelschorle und Joghurt mit Müsli greifen. Ein Tipp sind die reichhaltigen Tagessuppen und der selbstgebackene Kuchen.

Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn

Im Restaurant, das ebenfalls eine wunderschöne Terrasse zum See besitzt, gibt es ab 10 Uhr ein reichhaltiges Frühstück in vielen Varianten, zum Mittag gern den Klassiker Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn oder Regionales vom Fisch und Fleisch und Gemüse aus der Umgebung. Der Festsaal in der obersten Etage ist ein beliebter Ort für Hochzeiten und andere Familienfeiern. Ebenso beliebt ist der sonntägliche Brunch im Restaurant ab 10 Uhr für circa 30 Euro pro Person. Zu den Highlights des Jahres gehören der Osterbrunch, das Oktoberfest und der große Weihnachtsbrunch. Gut gestärkt läuft man weiter rechterhand um den See bis zum Ausgangspunkt S-Bahnhof Schlachtensee oder man verlässt hier das Areal und überquert direkt die Fischerhüttenstraße und umrundet auch gleich noch die sich anschließende Krumme Lanke mit etwa zwei Kilometer Umfang.

Fischerhütte am Schlachtensee, Fischerhüttenstraße 136, 14163 Berlin
Telefon: 030/80498310, www.fischerhuette-berlin.de

3Der Zollpackhof – Blick aufs Kanzleramt

 

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Der Zollpackhof liegt etwas versteckt am Magnus-Hirschfeld-Ufer gegenüber dem Bundeskanzleramt. Neben dem Biergarten ist ein Kinderspielplatz, man blickt auf Spree und Regierungsviertel. Zum Bayerischen Bier gibt es Zünftiges, im Restaurant auch à la Carte.

Wer im Biergarten des Restaurants Zollpackhof sitzt, kann gemütlich bei einer bayerischen Maß Bier und einer Brez’n auf das gegenüberliegende Kanzleramt schauen und sich mit etwas Fantasie ausmalen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Dienstzimmer ihren Amtsgeschäften nachgeht. Der Souverän und sein gewählter Regierungschef – wo kommen sie sonst so eng zusammen? Das ist eigentlich schon ein Grund genug, den Zollpackhof auf der nördlichen Seite der Spree am Regierungsviertel zu besuchen.

Zollpackhof Berlin: Biergarten am Bundeskanzleramt

Doch der Zollpackhof ist einfach auch ein schöner Biergarten. Hier sitzt man ganz klassisch auf Holzgestühl unter einer riesengroßen Kastanie, die gut vor der Sommersonne, aber auch einem kurzen Regenguss schützt. Kieselsteine auf dem Boden vermitteln echt bayerischen Biergarten-Feeling. Unterhalb des Biergartens läuft die Spree vorbei, man kann Ausflugsschiffen zusehen und einen Blick in den Kanzlergarten werfen. Auch der Reichstag ist nicht weit.

Rustikale Speisekarte im Zollpackhof

Die Speisekarte zeigt sich rustikal und erschwinglich. Neben Hähnchenschnitzel (5 Euro) und einem kleinen Leberkäs (3,60 Euro) findet man Flammkuchen (8,50 Euro) oder einen Salat mit Hähnchen Crossies (7,90 Euro) und natürlich Brezeln. Denn den bayerischen Anstrich will sich der Biergarten nicht nehmen lassen. So flattern denn auch zwei weiß-blaue bayerische Fähnchen an einem symbolischen Maibaum mit der Aufschrift „Biergarten“.

Das Glockenspiel des Carillons im Tiergarten klingt herüber

Und für musikalische Unterhaltung ist auch gesorgt: Vom nahe gelegenen Carillon im Tiergarten klingen die Melodien in den biergarten herüber, die täglich um 12 und um 18 Uhr gespielt werden. Wenn das Kanzleramt nicht wäre – man könnte sich glatt auf einem Dorf wähnen.

Spielplatz und Rutsche am Biergarten

Der Biergarten ist zudem familienfreundlich: Neben den Biertischen befindet sich ein Spielplatz mit einer Rutsche. Familienausflügen steht also nichts im Wege. Und Vierbeiner freuen sich über eine Hundetränke.

Der Zollpackhof hat hugenottische Wurzeln

Der Zollpackhof ist hugenottischen Ursprungs. Als Kurfürst Friedrich Wilhelm I. nach dem Edikt von Nantes 1685 den in Frankreich verfolgten Hugenotten Zuflucht in Preußen anbot, wurde bald auf dem Moabiter Werder die „Menardie“ gegründet, eine Gaststätte mit Gartenwirtschaft. Später  befand sich hier eine Pulverfabrik. Ab 1871 wurde ein Packhof für den Lehrter Bahnhof gebaut. Eines dieser Gebäude überlebte die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Es ist das heutige Restaurant, das nach Mauerfall und Regierungsumzug wieder eröffnet wurde.

Zollpackhof, Elisabeth-Abegg-Str. 1, 10557 Berlin,
Tel. 030/33099720, www.zollpackhof.de

4Die Luise – der rustikale Biergarten im feinen Dahlem

Die Luise ist das Restaurant für Junge und Jungebliebene in Dahlem. In dem großen Biergarten sitzt man unter hohen Bäumen dicht an dicht, die Bedienung ist flott, die Karte hat viel Berliner Küche. Fußballspiele werden an vielen Bildschirmen übertragen.

Dahlem im Südwesten Berlins ist als Wohn- und Villengegend bekannt, nicht als Ausgehviertel. Doch an der Königin-Luise-Straße gibt es ein Restaurant, das nicht nur von Zehlendorfern gern besucht wird. Es ist die Luise.

Treffpunkt für Jung und Alt

Die Luise, so benannt nach der einstigen preußischen Königin Luise (1776-1810), ist der Treffpunkt für Jung und Alt in Dahlem schlechthin. Das Restaurant ist gewissermaßen das öffentliche Wohnzimmer Dahlems.
Hier kann man gut-bürgerlich essen oder einfach nur auf ein Bier vorbeikommen, hier treffen sich Dahlemer Rechtsanwälte und Steuerberater, aber auch Oberstufenschüler, Frauengruppen und ältere Herrschaften. Und im Sommer ist der riesige Biergarten ein beliebter Anlaufpunkt, auch bei Familien. In diesem Sinne kann man sagen: Die Luise ist ein klassenloses Restaurant im sonst so noblen, standesbewussten Südwesten.

Fußball-Übertragungen in der Luise

Das etwas dunkle Holz-Interieur strahlt Gediegenheit aus, man sitzt an Vierer-, Sechser- oder Achtertischen oder auf einem der Hocker an der großen Bar. Wie beliebt das Restaurant ist, kann man bei Fernsehübertragungen von Fußballspielen der Champions League erleben: Dann bekommt man in der Luise kaum mehr einen Stehplatz.

Bürgerliche Küche und Pizza

Auf der Speiskarte kann man den „Luise Burger“ oder „Fish & Chips“ für den schnellen Hunger wählen, es gibt verschiedene Suppen, eine größere Auswahl an Pizzen und eine Rundreise durch die bürgerliche Küche: Schnitzel, Forelle, Krustenbraten, Berliner Kalbsleber, Currywurst und Käsespätzle.

Großer Biergarten

Der Biergarten der Luise ist geradezu eine Institution im Südwesten. Er bietet rund 700 Personen Platz, an Sonntagen wird er auch von Familien gerne besucht. Quirlige Bedienungen versuchen die Gästewünsche zu erfüllen, man gibt sich locker und freundlich – was übrigens nicht nur für den Biergarten, sondern die Luise generell gilt. Insofern hält das Lokal, wofür seine Namenspatronin, die preußische Königin, stand: Für ihre Volksnähe und Freundlichkeit war sie sehr beliebt.

Luise, Königin-Luise-Str. 40-42, 14195 Berlin,
Tel. 030/8418880, www.luise-dahlem.de

5Der Prater – Berlins ältester Biergarten

 

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Der Prater an der Kastanienallee ist Berlins ältester Biergarten. Er bietet ein rustikales Ambiente unter Bäumen im Szenekiez. Die eher schlichte Küche bietet Bratwurst, Krakauer und Kartoffelsuppe. Als Entschädigung weht das Flair der nahen Volksbühne herüber.

Im „Prater“ sitzt man im Schatten großer Bäume mitten im quirligen Szenebezirk Prenzlauer Berg und ist doch vom Treiben auf der Kastanienallee etwas distanziert. Die Gastronomie ist so schlicht und unprätentiös wie die Holzbestuhlung und die einfachen Tische . Hierher kommt man nicht zum gepflegt-abgehobenen Chillen, hier setzt man sein hart erarbeitetes Geld ehrlich in ein Bier mit Brezel oder Würstchen um. Es gibt Tagessuppen und Krakauer mit Brötchen (3,50 Euro), Fleischkäse im Brötchen (3,50 Euro) und sonntags auch Weißwürste (3 Euro). Das Schweinenackensteak (5 Euro) rangiert schon an der Spitze des kulinarischen Angebots.  Auf sympathische Weise haftet dem Prater seine proletarische Vergangenheit an. Selbstbedienung versteht sich dabei von selbst. Der Biergarten hat rund 600 Plätze.

Biergarten mit Tradition

Der Berliner Prater hat schon viele Wendungen der Geschichte miterlebt: Von einem Bierausschank auf grüner Wiese 1837 entwickelte er sich im Zuge der Industrialisierung Berlins zur ersten öffentlichen Gartenwirtschaft im Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg. Er war um die Jahrhundertwende Amateurbühne,  er war politischer Versammlungsort , er hatte in den zwanziger Jahren schon ein Kino. Zu DDR-Zeiten fanden im Prater Tanzveranstaltungen statt, es gab Boxkämpfe und Verbrüderungsfeste mit den Freunden aus der Sowjetunion. 1967 wurde der Prater zum Kreiskulturhaus ernannt. Und immer war der Prater auch ein Ort, zu dem die provokanten Wogen der Kultur herüberschwappten, die die nahe gelegene Volksbühne so gerne verursacht.

Neuanfang des Praters 1996

Die „Wende“ und die Nachwende-Zeit bescherten dem Prater viele Betreiberwechsel und wirtschaftliche Turbulenzen, es floss Geld vom Aufbau-Ost in die Gaststätte und 1996 wurde sie mit einem Fest offiziell wieder eröffnet.
Auch die Kultur ist im Prater wieder heimisch: Die Volksbühne nutzt das ehemalige Kino als zweite Spielstätte für Theateraufführungen, freie Gruppen sind gelegentlich mit Tanzdarbietungen zu Gast.

Prater Garten, Kastanienallee 7–9, 10435 Berlin,
Tel. 030/4485688, www.pratergarten.de

6Der Schleusenkrug am Landwehrkanal

 

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Wenige Schritte weg von der stark befahrenen Straße des 17. Juni sitzt man im Schleusenkrug idyllisch im Grünen. Zum Biergarten direkt am Landwehrkanal gehören auch ein Café und ein Restaurant mit ambitionierter Küche – Tipps auch für regnerische Tage.

7Das Loretta – Beste Aussicht auf den Wannsee

Foto: Wikipedia

Nach seiner Renovierung ist das Traditionslokal „Loretta am Wannsee“ auf stille Art moderner geworden. Der große Außenbereich mit dem Biergarten, zum Teil unter hohen Kiefern, wurde neu angelegt, er hat Liegestühle erhalten, die mit den besten Ausblick garantieren, den man in einem Berliner Biergarten haben kann

„Loretta am Wansee“

Sind die Stühle Richtung Westen aufgestellt, schaut man vom „Loretta“ nämlich direkt über den Wannsee. Man kann die Segelboote der verschiedenen Yachtclubs beobachten und ihnen beim Ein- oder Auslaufen zusehen oder man träumt einfach in der Sonne vom Sommer und den letzten Urlaubserlebnissen.

Auf Familien zugeschnitten

Bei der Renovierung hat das Loretta darauf geachtet, den neugestalteten Biergarten auch für Familien interessant zu machen. Es gibt einen Kinderspielplatz, der gesichert ist. Zudem kann man sich an Tischtennisplatten austoben. Für Sonntagsausflüge ist der Biergarten also bestens gerüstet. Und sollte es regnen: Auch innen wurde das Loretta gründlich renoviert und lädt mit gemütlich-modernem Holzambiente zum Besuch ein.

Der Biergarten „Loretta am Wannsee“

Kulinarisch orientiert sich das Loretta an einer Mischung aus bayerischer Biergarten-Tradition und Berliner Küche. Der „Obatzda“ steht auf der Karte, es gibt Leberknödelsuppe und Grillhaxe oder Gebratene Blutwurst. Figurbetonte Besucher wählen vielleicht lieber den „Caesar Salad“ mit Kirschtomaten oder einen der Blattsalate.

Bayerische Biere und Berliner Weisse

Wie es sich für einen Biergarten gehört, werden im „Loretta“ auch bayerische Biere ausgeschenkt. Dazu gehören ein helles Augustiner und eine Erdinger Urweisse. Aber auch das Heim-Bräu darf natürlich nicht fehlen – die „Berliner Weisse“ gibt es in Rot und Grün.

Loretta am Wannsee, Kronprinzessinnenweg 260, 14109 Berlin
Tel. 030/80105333, www.loretta-berlin.de

8Der Biergarten am Teehaus

 

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Auf den Fundamenten des früheren Wohnhauses von Gustav Gründgens wurde 1953 das Teehaus im Englischen Garten des Tiergartens eröffnet. Es hat sich mit den Sommerkonzerten einen Namen gemacht, das Restaurants hat einen hübschen Biergarten.

Das Teehaus im Englischen Garten ist ein beliebtes Ausflugsziel im nördlichen Teil des Tiergartens. Außer Speisen und Getränken gibt es im Sommers auch Live-Musik. Das Teehaus im Tiergarten bietet eine wunderbare Gelegenheit, einen  Tiergartenspaziergang zu unterbrechen und sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken. Der langgestreckte Bau mit Schilfdach liegt mitten in einem Englischen Garten im nördlichen Teil des Berliner Tiergartens unweit des Schlosses Bellevue. Schon der Weg zum Eingang ist stimmungsvoll, führt er doch vorbei an gepflegten Buchsbaumkugeln  und leise plätschernden Brünnlein.

Teehaus im Englischen Garten: die Karte

Neben Kaffee und Kuchen bietet die Küche auch noch Brotspezialitäten mit verschiedenen Belägen, sowie Suppen, Salate und Klassisches wie Weißwürste, Fish & Chips oder Hamburger.  Ein Kamin dominiert den größten Raum im Haus, das zirka 100 Gäste aufnehmen kann, auf der Terrasse und im Biergarten finden 500 Menschen Platz.

5000 Gehölze aus Großbritannien

Der Englische Garten wurde am 29. Mai 1952 von Berlins Regierendem Bürgermeister Ernst Reuter und dem britischen Außenminister Sir Anthony Eden der Öffentlichkeit übergeben. Der Grund für den hohen Besuch aus London: Zwei Jahre zuvor hatte der britische Stadtkommandant die Idee, im kriegsbedingt abgeholzten Tiergarten einen englischen Garten anzulegen. Die Briten spendeten 5000 Gehölze, einige davon auch aus dem Privatgarten von König Georg VI, dem Vater von Elisabeth II.

Konzertsommer: umsonst und draußen

Das Teehaus eröffnete 1953 als Parkhaus und diente als Zentrum für Gartenkultur mit Leseraum, Ausschank und abgeschirmten Lesegarten, in dem Liegestühle vermietet wurden. 2011 übernahm dann die Vocio Teehaus GmbH die Regie des Teehauses. Vom ehemaligen Nutzer, dem Kulturamt Tiergarten, übernahmen die neuen Pächter das Konzept der Konzertsommer, in deren Rahmen von Juli bis September Live-Musik umsonst und draußen gespielt wird.

Teehaus im Englischen Garten, Altonaer Straße 2, 10557 Berlin,
Tel: 030/39480400, www.teehaus-tiergarten.com


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